Informationen für Mädchen und Jungen

Willkommen auf unserer Infoseite zum Präventionsprojekt: "Meine Grenzen – Deine Grenzen". Auf dieser Seite möchten wir dir erklären, was Grenzverletzungen wie zum Beispiel MobbingCyber-Mobbing, Grooming, Sexting oder sexuelle Gewalt sind.

Außerdem möchten wir dir auf diesem Wege ein paar Links und Adressen zur Verfügung stellen, die du nutzen kannst, wenn du oder eine Person aus deinem Bekannten- oder Freundeskreis ein Problem hat.

Was ist Prävention?

Stell dir Folgendes vor: Du weißt, dass es auf deinem Schulweg an einer bestimmten Stelle viele Brennnesseln gibt. Geht jemand dort mit einer kurzen Hose entlang, so wird diese Person sich die Beine an ihnen verbrennen. Besonders, wenn es auch noch dunkel ist. Wenn du nun andere Kinder in deiner Umgebung davor warnst und ihnen den Tipp gibst, woanders entlang zu gehen oder eine lange Hose anzuziehen und wenn du vielleicht sogar noch ein Plakat vor dem Brennnessel-Weg mit einer Warnung aufhängst, dann hast du Prävention betrieben.

Du denkst, du wirst gemobbt? Dann hole dir Hilfe und Unterstützung. Du hast weitere Fragen? Dann informiere dich über uns und nimm Kontakt zu uns auf.

Was ist Mobbing?

Mobbing ist eine Form von Gewalt. Der Begriff kommt aus dem Englischen. "To mob" heißt, "jemanden absichtlich fertigmachen" oder "jemanden immer wieder anpöbeln". Eine Person wird gemobbt, wenn sie wiederholt über eine längere Zeit den negativen Handlungen anderer ausgesetzt ist.

Mobbing kann sich in ganz verschiedenen Handlungen und auf verschiedene Weisen zeigen:

Quellen: Hollighaus, Kristin (2004): Zoff in der Schule. Tipps gegen Mobbing und Gewalt. Weinheim Basel: Beltz & Gelberg; Scheithauer, Herbert / Dele Bull, Heike (2008): Fairplayer. Manuel. Förderung von sozialen Kompetenzen und Zivilcourage – Prävention von Bullying und Schulgewalt. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co.KG; Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2011): Was ist Cyber-Mobbing. URL unter: http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/cyber-mobbing,did=168578.html [Letzter Zugriff: 12.08.2012]

Was ist Cyber-Mobbing?

"Unter Cyber-Bullying oder Cyber-Mobbing versteht man die Beleidigung, Bedrohung, Bloßstellung oder Belästigung von Personen mithilfe neuer Kommunikationsmedien – z. B. über Handy, E-Mails, Websites, Foren, Chats und Communities."

Cyber-Mobbing kann verschiedene Formen annehmen. So kann es zum Beispiel sein, dass beleidigende Nachrichten verschickt werden, intime Bilder einer Person in eine Gruppe, ein Forum oder etwas Ähnliches gestellt werden oder jemand über Nachrichten im Internet bedroht wird. Auch ein Ausschließen von Personen aus Gruppenchats oder ähnlichem kann eine Form von Cyber-Mobbing sein.

Quelle: Initiative Klicksafe (o.J.): (Cyber)Mobbing – was ist das? URL unter: http://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/cyber-mobbing/cyber-mobbing-was-ist-das/ [Zuletzt abgerufen: 04.09.2017]

Hier wird nochmal erklärt, was beim Cyber-Mobbing passiert:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=idDgeMkJqH4

Was ist Grooming?

Grooming (englisch für anbahnen, vorbereiten) bedeutet, dass eine erwachsene Person über das Internet Kontakt zu Minderjährigen aufnimmt, mit dem Ziel, einen sexuellen Kontakt aufzubauen.

Häufig anonym oder unter falschem Namen sprechen die Täter*innen Kinder und Jugendliche an, bauen Vertrauen auf und versuchen, sie von sich abhängig zu machen. Das tun sie zum Beispiel dadurch, dass sie sehr verständnisvoll sind, Komplimente machen und irgendwann fordern, dass man ihnen erotische Bilder oder Videos schickt.

Häufig setzen die Täter*innen die Kinder/Jugendlichen mit dem Material unter Druck und erzwingen so beispielsweise ein reales Treffen oder noch mehr intime Bilder, indem sie damit drohen, die Fotos zu veröffentlichen.

In Deutschland ist Cyber-Grooming eine Form sexuellen Missbrauchs und bei unter 14-jährigen Personen verboten.

Quelle: Schau hin (o.J.): Cybergrooming - So schützen Sie Ihr Kind. URL unter: https://www.schau-hin.info/informieren/extrathemen/cybergrooming.html [Zuletzt abgerufen: 17.07.17]

Was ist Sexting?

Das Wort Sexting setzt sich aus den beiden englischen Begriffen "sex" und "texting" zusammen und bedeutet, dass über das Internet oder Handy intime Fotos von sich oder anderen ausgetauscht oder verschickt werden.

Ein intimes Bild wird zum Beispiel an den Freund/die Freundin verschickt. Das ist im Grunde noch kein Problem. Problematisch wird es, wenn die empfangende Person das Foto weiterleitet an Freunde/ Freundinnen oder sogar auf social media Plattformen stellt.
Wenn die betroffene Person davon erfährt, ist das Bild meistens schon so weit verbreitet, dass es nicht mehr aufzuhalten ist. Sie trauen sich dann aus lauter Scham häufig nicht sich ihren Eltern anzuvertrauen, wollen nicht mehr in die Schule oder werden gemobbt.

Quelle: Initiative Klicksafe (o.J.): Sexting. Sexting – was ist das? URL unter: http://www.klicksafe.de/themen/problematische-inhalte/sexting/sexting-was-ist-das/ [Zuletzt abgerufen: 17.07.17]; Mädchenseite des Ophelia Beratungszentrums für Frauen und Mädchen mit Gewalterfahrung, Langenhagen e.V. URL unter: http://www.ophelia-langenhagen.de/maedchen/index.html [Zuletzt abgerufen: 26.10.17]

Beispielvideo: Sexting at school - Megans story

Quelle: https://www.youtube.com/embed/LnGLbyIUdzA?rel=0

Infoblatt über Sexting der Pro Juventute Medienprofis (Link zu einer PDF-Datei)

Quelle: www.projuventute.ch [Zuletzt abgerufen: 26.10.2017]

Was ist sexualisierte Gewalt?

Sexualisierte Gewalt (auch sexuelle Gewalt oder sexueller Missbrauch genannt) meint jede Handlung, die von einem Erwachsenen/ Jugendlichen an oder vor einem Kind gegen dessen Willen vorgenommen wird. Das können ganz verschiedene Handlungen sein. Zum Beispiel durch scheinbar zufällige Berührungen und Blicke, Worte, direkte Berührungen an Geschlechtsteilen, Zwang zu sexuellen Handlungen bis zu Vergewaltigung, das Zeigen von pornografische Bildern oder Filmen. Generell gilt, alles was DEINE Grenzen überschreitet.

Die Verantwortung für die Gewalt liegt immer bei den Täter*innen, auch wenn diese versuchen den Opfern einzureden, dass es ihre Schuld sei.

Täter*innen sind häufig Bekannte oder vertraute Personen aus der Familie oder dem näheren Umfeld. Meistens sind es Männer, aber auch Frauen können sexualisierte Gewalt ausüben.

Quelle: Violetta. Fachberatungsstelle für sexuell missbrauchte Mädchen und junge Frauen (o.J.): Anrufen und Hilfe bekommen…Informationen für Mädchen und junge Frauen. PDF unter: http://www.violetta-hannover.de/sites/default/files/daten/dokumente/flyer-dokumente-seiten/Maedchen-jugendliche-Violetta_Anrufen%2BHilfe.pdf [Zuletzt abgerufen: 04.09.2017]

Links und Adressen für Hilfe und Unterstützung

Wo bekomme ich Hilfe?

Für Mädchen:

Ophelia – Beratungszentrum für Frauen und Mädchen mit Gewalterfahrung Langenhagen e. V.
Ostpassage 9, 30853 Langenhagen

Tel.: (0511) 724 05 05 | E-Mail: info@ophelia-langenhagen.de
Website: www.ophelia-langenhagen.de | Facebook: Ophelia.Beratungszentrum

Für Jungen:

Mannigfaltig e. V. – Institut für Jungen- und Männerarbeit
Lavesstraße 3, 30159 Hannover

Tel.: (0511) 458 21 62 | Beratungstelefon Tel.: (0511) 210 00 10
E-Mail: info@mannigfaltig.de | Website: www.mannigfaltig.de

kibs – Kontakt, Information und Beratung: http://www.kibs.de

Für Mädchen und Jungen:

Haus der Jugend – Fachdienst Kinder und Jugend
Langenforther Platz 1, 30851 Langenhagen

Tel.: (0511) 72 53 55 90
E-Mail: info@KiJu-Langenhagen.de | Website: www.kiju-langenhagen.de

Im Internet:

Wenn du Probleme mit deinen Eltern, deinen Freundinnen und Freunden, der Schule oder aber mit dir selbst hast, kannst du dich auch online beraten lassen. Die erfahrenen Beraterinnen und Berater hören dir zu und helfen dir, wenn du dies wünschst. Die Beratung ist kostenlos und anonym!

Du hast die Möglichkeit, verschiedene Angebote auf der Internetseite wahrzunehmen: Einzelberatung | Gruppenchat | Themenchat | Forum

Zum Online-Beratungsangebot: jugend.bke-beratung.de

Weitere Internetseiten und Telefonnummern:

www.juuuport.de (anonyme Beratung und praktische Online-Tipps von Jugendlichen für Jugendliche)

www.was-geht-zu-weit.de (ein Online-Ratgeber für Jugendliche zu Dating, Liebe, Respekt und Grenzen)

www.nummergegenkummer.de oder telefonisch unter der Rufnummer 0 800 111 0 333, anonym und kostenlos vom Handy und Festnetz, montags - samstags von 14 - 20 Uhr

Zusätzlich ist die "Nummer gegen Kummer" bundesweit kostenlos über Festnetz und Handy erreichbar unter der Rufnummer: 116 111.

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